Fotos betrachten, optimieren und exportieren – ohne Upload, ohne Cloud und ohne externe Bildbearbeitungssoftware: Genau dafür entsteht Pixiepimp – Die kleine Fotowerkstatt.
Das WordPress-Plugin verbindet eine unkomplizierte Bedienung mit einem konsequent lokalen Arbeitsprinzip. Bilder werden direkt im Browser geöffnet und verarbeitet. Sie landen weder auf dem WordPress-Server noch in der Mediathek und werden auch nicht an externe Dienste übertragen.
Das Ziel von Pixiepimp
Pixiepimp soll eine leicht zugängliche Fotowerkstatt für WordPress-Webseiten werden. Besucher können eigene Bilder öffnen, betrachten und mit den wichtigsten Werkzeugen optimieren – unmittelbar auf der Seite, auf der das Plugin über den Shortcode eingebunden wurde.
Im Mittelpunkt stehen dabei vier Grundsätze:
- Datenschutz: Bilder bleiben auf dem Gerät des Benutzers.
- Einfache Bedienung: Die Oberfläche soll auch ohne Erfahrung mit professioneller Bildbearbeitung verständlich sein.
- Nicht destruktives Arbeiten: Das Originalbild wird nicht verändert.
- Unabhängigkeit: Pixiepimp verwendet keine externen Bibliotheken, Cloud-Dienste oder CDNs.
Das Projekt will kein Ersatz für Photoshop, Affinity Photo oder GIMP sein. Stattdessen soll es die häufigsten Aufgaben rund um private Fotos übersichtlich und direkt im Browser lösen.
Was Pixiepimp heute bereits kann
Mit der aktuellen Version 0.25.4 ist Pixiepimp deutlich über einen einfachen Bildbetrachter hinausgewachsen.
Bilder lassen sich einzeln oder über einen ganzen Ordner öffnen. Im Ordnermodus zeigt eine Thumbnail-Leiste die verfügbaren Aufnahmen und ermöglicht das schnelle Wechseln zwischen ihnen. Der jeweilige Bearbeitungszustand bleibt während der Sitzung pro Bild erhalten.
Die Bildansicht unterstützt:
- Zoomen mit Mausrad, Schaltflächen oder Zoomregler
- Verschieben des sichtbaren Ausschnitts
- vollständiges Einpassen
- Darstellung in 100 Prozent
- Vollbildmodus
- Anzeige von Dateiname und Bildabmessungen
- ausgewählte EXIF-Aufnahmedaten wie Kamera, Objektiv, Brennweite, Blende, Belichtungszeit und ISO
Neben JPEG verarbeitet Pixiepimp inzwischen auch PNG, WebP, GIF und AVIF, sofern der verwendete Browser das jeweilige Format dekodieren kann.
Bildkorrekturen im Browser
Das Werkzeugpanel enthält mittlerweile eine Reihe typischer fotografischer Anpassungen:
- Weißabgleich mit Temperatur und Tönung
- Belichtungskorrektur
- Tonwertkorrektur mit Schwarzpunkt, Gamma und Weißpunkt
- Kontrast
- getrennte Anpassung von Lichtern und Schatten
- Sättigung und Dynamik
- Schwarz-Weiß-Umwandlung mit einstellbarer Farbmischung
- nicht destruktiver Zuschnitt
- Drehung in 90-Grad-Schritten
- farbiger Außenrahmen
Die Vorschau wird für eine flüssige Bedienung zunächst in reduzierter Auflösung berechnet. Aufwendigere Berechnungen können anschließend im Hintergrund erfolgen. Der Export verwendet dagegen die volle resultierende Bildauflösung.
Texte und Zeichnungen als separate Bearbeitungsebenen
Im Bereich „Bearbeiten“ können Texte und Pinselzeichnungen hinzugefügt werden.
Textobjekte bleiben bis zum Export bearbeitbar. Inhalt, Schriftart, Größe, Farbe, Deckkraft, Position und Drehung lassen sich nachträglich verändern. Pinselstriche werden auf einer separaten Zeichenebene gespeichert, sodass das ursprüngliche Foto unangetastet bleibt. Ein Radierer entfernt ausschließlich Inhalte dieser Zeichenebene.
Auch die Bedienung wurde zuletzt vereinfacht: Das Textwerkzeug wird zunächst nur aktiviert. Erst mit „Text hinzufügen“ entsteht tatsächlich ein neues Textobjekt. Dadurch werden nicht versehentlich Texte auf dem Bild platziert.
Beim Export werden Foto, Korrekturen, Zeichnungen, Texte und ein optionaler Rahmen zu einer neuen JPEG-Datei zusammengeführt.
Warum einige Funktionen wieder vereinfacht wurden
Entwicklung bedeutet nicht nur, Funktionen hinzuzufügen. Manchmal ist es sinnvoller, Komplexität bewusst zurückzunehmen.
Eine frühere Fassung enthielt eine freie Ausrichtung zwischen minus und plus 15 Grad sowie einen sogenannten intelligenten Radierer zur lokalen Bildrekonstruktion. Beide Funktionen erzeugten erhebliche technische Komplexität und erhöhten den Speicher- und Rechenbedarf.
Mit Version 0.25.0 wurde das Konzept deshalb gestrafft:
- Die Drehung konzentriert sich auf robuste 90-Grad-Schritte.
- Der rechenintensive intelligente Radierer wurde entfernt.
- Das Rückgängigmachen wurde auf die letzte Aktion begrenzt.
- Die Werkzeuge „Text“, „Pinsel“ und „Radierer“ bilden nun den klaren Kern des Bearbeitungsbereichs.
Diese Reduktion ist kein Rückschritt, sondern Teil des aktuellen Projektziels: Pixiepimp soll zuverlässig, nachvollziehbar und auch auf weniger leistungsfähigen Geräten benutzbar bleiben.
Architektur und Datenschutz
Technisch arbeitet Pixiepimp vollständig clientseitig. Die ausgewählte Datei wird über Browser-APIs geladen und mit JavaScript sowie Canvas 2D verarbeitet.
Das bedeutet:
- kein Bild-Upload,
- keine Speicherung in der WordPress-Mediathek,
- keine Übertragung an einen externen Dienst,
- keine Abhängigkeit von einem Bildbearbeitungsserver,
- keine extern nachgeladenen Bibliotheken.
Auch mehrere Pixiepimp-Instanzen können auf derselben Seite verwendet werden. Jede Instanz verwaltet ihre Ansicht, Werkzeuge und Bearbeitungszustände unabhängig.
Der aktuelle Entwicklungsstand
Version 0.25.4 ist ein funktionsreicher Stand, befindet sich aber weiterhin vor Version 1.0. Das Projekt wird aktiv weiterentwickelt und stabilisiert.
Die jüngsten Arbeiten konzentrierten sich vor allem auf den Bearbeitungsbereich:
- Vereinheitlichung der Koordinatenberechnung
- gemeinsames Text-Rendering für Vorschau und Export
- geringerer Speicherverbrauch der Undo-Funktion
- zuverlässigere Textauswahl und Textverschiebung
- sauberes Zusammenspiel von Texten, Zuschnitt, Drehung und Rahmen
- korrekte Platzierung von Text auf dem Außenrahmen beim Export
- einfachere Aktivierung und Deaktivierung der Werkzeuge
Gerade das Zusammenspiel verschiedener Bildkoordinaten ist bei einem Browsereditor anspruchsvoll. Zoom, Verschiebung, Zuschnitt, Drehung, Rahmen und Bearbeitungsebenen müssen sowohl in der Vorschau als auch im fertigen Export exakt übereinstimmen. Ein großer Teil der aktuellen Entwicklung gilt deshalb nicht neuen Effekten, sondern der technischen Konsolidierung und Zuverlässigkeit.
Was noch vor Pixiepimp liegt
Der Weg zu einer stabilen Version 1.0 besteht vor allem aus Qualitätsarbeit:
- weitere Vereinfachung interner Zuständigkeiten,
- Ausbau der automatisierten Tests,
- Prüfung kombinierter Bearbeitungsschritte,
- bessere Absicherung großer Bilder,
- Tests in unterschiedlichen Browsern und realen WordPress-Installationen,
- weitere Verbesserung der Bedienung auf kleinen Bildschirmen.
Neue Funktionen sind denkbar, sollen aber nicht auf Kosten der Stabilität entstehen. Entscheidend ist, dass sich Pixiepimp wie ein zusammenhängendes Werkzeug anfühlt und nicht wie eine Ansammlung einzelner Filter.
Eine kleine Fotowerkstatt mit einem klaren Prinzip
Pixiepimp verfolgt eine bewusst einfache Idee: Ein Bild sollte für eine grundlegende Bearbeitung nicht erst auf einen fremden Server hochgeladen werden müssen.
Mit der aktuellen Version steht bereits eine beachtliche lokale Fotowerkstatt zur Verfügung – mit Ordnernavigation, fotografischen Korrekturen, Zuschnitt, Drehung, Text, Pinsel, Rahmen und JPEG-Export.
Das langfristige Ziel bleibt dabei unverändert: eine verständliche, datenschutzfreundliche und zuverlässige Bildbearbeitung direkt in WordPress – vollständig im Browser und unter der Kontrolle des Benutzers.
Projekt: Pixiepimp – Die kleine Fotowerkstatt
Autor: Georg Keller
Aktueller Entwicklungsstand: Version 0.25.4
Probier es aus
Die Datei bleibt ausschließlich in Ihrem Browser. Pixiepimp v0.25.4